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Welches Gesichtsöl für welchen Hauttyp? Der große Gesichtsöl-Guide

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Jojobaöl, Wildrosenöl, Mandelöl, Hanföl, Arganöl oder doch ein leichtes Trockenöl? Gesichtsöle unterscheiden sich stärker, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Manche ziehen fast sofort ein, andere hinterlassen einen schützenden, reichhaltigen Film. Einige sind besonders linolsäurereich, andere werden von Ölsäure geprägt – und genau das beeinflusst, wie sich ein Öl auf der Haut anfühlt und für welche Hautbedürfnisse es interessant ist.


In unserem Gesichtsöl-Guide zeigen wir Ihnen, welches Gesichtsöl zu welchem Hauttyp passt, was Begriffe wie Trockenöl und Komedogenität bedeuten und worin sich bekannte Pflanzenöle unterscheiden.

Welches Gesichtsöl passt zu welchem Hauttyp?

Als erste Orientierung:

Welches Gesichtsöl passt zu welchem Hauttyp?
Bild: Blanda Beauty

Diese Einteilung ist keine starre Regel. Entscheidend ist nicht nur der klassische Hauttyp, sondern auch der momentane Hautzustand. Mischhaut kann gleichzeitig feuchtigkeitsarm sein, empfindliche Haut kann trocken oder eher ölig sein und auch reife Haut kann zu Unreinheiten neigen.


Gerade bei Gesichtsölen lohnt es sich deshalb, neben dem Hauttyp auch auf Fettsäureprofil, Textur und Reichhaltigkeit zu achten.

Warum unterscheiden sich Pflanzenöle so stark?

Pflanzenöle bestehen überwiegend aus Triglyceriden – also Verbindungen aus Glycerin und verschiedenen Fettsäuren. Entscheidend ist dabei nicht nur, welche Fettsäuren enthalten sind, sondern in welchem Verhältnis sie zueinander stehen.


Das Fettsäureprofil beeinflusst auch das Hautgefühl eines Öls. Linolsäurereiche Öle wie Traubenkern-, Hanf- oder Himbeersamenöl fühlen sich häufig vergleichsweise leicht an und hinterlassen einen weniger ausgeprägten Ölfilm.


Öle mit einem höheren Anteil an Ölsäure fühlen sich dagegen meist weicher, geschmeidiger und etwas reichhaltiger an. Mandel-, Avocado- oder Pflaumenkernöl bleiben deshalb häufig länger auf der Haut spürbar und hinterlassen einen stärker pflegenden Lipidfilm.


Hinzu kommen weitere Unterschiede: Manche Öle enthalten besondere Fettsäuren wie Gamma-Linolensäure, andere zeichnen sich durch natürliche Begleitstoffe wie Tocopherole, Phytosterole oder Carotinoide aus. Auch diese Komponenten beeinflussen die kosmetischen Eigenschaften eines Öls.


Die Verarbeitung spielt ebenfalls eine Rolle. Kaltgepresste, wenig raffinierte Pflanzenöle bewahren einen größeren Teil ihrer natürlichen Begleitstoffe und besitzen häufiger eine charakteristische Farbe und einen eigenen Duft.


So entsteht das typische Profil eines Pflanzenöls: leicht oder reichhaltig, schnell einziehend oder länger spürbar, neutral oder charakteristisch duftend – je nach Fettsäureprofil, Begleitstoffen und Verarbeitung.

Was bedeuten Spreit- und Einziehverhalten bei einem Gesichtsöl?

Neben dem Fettsäureprofil entscheidet auch das Spreitverhalten darüber, wie sich ein Öl auf der Haut anfühlt. Damit ist gemeint, wie schnell und wie weit sich ein Öl beim Auftragen auf der Hautoberfläche verteilt.


Ein gut spreitendes Öl lässt sich mit wenigen Tropfen sehr fein verteilen und bildet einen dünnen Film. Andere Öle verteilen sich langsamer und bleiben stärker dort spürbar, wo sie aufgetragen wurden. Sie wirken dadurch häufig reichhaltiger.


Auch der Begriff Einziehverhalten beschreibt bei Pflanzenölen vor allem einen sensorischen Eindruck. Ein Öl verschwindet nicht einfach vollständig in der Haut. Ein Teil seiner Lipide verteilt sich in den oberen Schichten der Hornschicht, während ein Teil als dünner Pflegefilm auf der Oberfläche verbleibt.


Wie schnell sich die Haut nach dem Auftragen wieder trocken oder kaum ölig anfühlt, hängt deshalb von mehreren Faktoren ab:


  • Fettsäureprofil

  • Viskosität und Spreitverhalten

  • verwendete Ölmenge

  • Zusammensetzung des gesamten Produkts

  • individuelle Beschaffenheit der Haut


Ein leichtes, gut spreitendes Öl kann sich deshalb schon nach kurzer Zeit nahezu „trocken“ anfühlen, während ein reichhaltigeres Öl länger als schützender Lipidfilm wahrnehmbar bleibt.


Daraus entstehen die großen sensorischen Unterschiede zwischen Gesichtsölen – von federleicht und seidig bis reichhaltig und umhüllend.

Oden Plum Oil
Bild: Oden

Linolsäure, Ölsäure & Co. – was bedeutet das für die Haut?

Zwei Fettsäuren spielen beim Vergleich von Gesichtsölen eine besonders wichtige Rolle: Linolsäure und Ölsäure.


Linolsäurereiche Gesichtsöle


Linolsäure ist eine essenzielle Omega-6-Fettsäure und Bestandteil wichtiger Lipidstrukturen der Hautbarriere.


Öle mit einem hohen Anteil an Linolsäure besitzen häufig eine eher leichte Textur. Sie sind deshalb besonders interessant für Mischhaut, ölige Haut und Haut, der klassische Gesichtsöle schnell zu schwer werden.


Typische Beispiele sind:

  • Traubenkernöl

  • Hanföl

  • Distelöl

  • Himbeersamenöl

  • teilweise Wildrosenöl


Ölsäurereiche Gesichtsöle


Ölsäure ist eine einfach ungesättigte Omega-9-Fettsäure. Ölsäurereiche Pflanzenöle fühlen sich häufig weicher, geschmeidiger und reichhaltiger an.


Dazu gehören beispielsweise:

  • Mandelöl

  • Avocadoöl

  • Pflaumenkernöl

  • Aprikosenkernöl

  • Haselnussöl

  • Macadamiaöl


Vor allem trockene oder lipidarme Haut empfindet solche Öle häufig als angenehm.


Allerdings gilt auch hier: Ölsäurereich bedeutet nicht automatisch „besser für trockene Haut“. Bei bereits stark beeinträchtigter oder sehr empfindlicher Hautbarriere kann ein ausgewogeneres Fettsäureprofil sinnvoller sein. Entscheidend ist immer das gesamte Öl beziehungsweise die fertige Formulierung.

Was ist ein Trockenöl?

Der Begriff Trockenöl, „trockenes Öl“ oder auch „Dry Oil“ beschreibt keine bestimmte Ölart. Gemeint ist vor allem das Hautgefühl nach dem Auftragen.


Ein Trockenöl:

  • zieht relativ schnell ein

  • lässt sich fein verteilen

  • hinterlässt wenig fettigen Film

  • fühlt sich weich und seidig statt schwer oder ölig an


Bei fertigen Kosmetikprodukten kann dieses trockene Hautgefühl sowohl durch die verwendeten Pflanzenöle als auch durch die gesamte Formulierung entstehen.


Bei reinen Pflanzenölen gelten beispielsweise folgende Öle als eher leicht:

  • Traubenkernöl

  • Hanföl

  • Haselnussöl

  • Himbeersamenöl

  • Jojobaöl


Trockenöle sind besonders interessant für Mischhaut, öligere Haut oder alle, die zwar die Pflegewirkung eines Gesichtsöls mögen, aber kein stark glänzendes oder schweres Finish möchten.


Mandel-, Avocado- oder Pflaumenkernöl fühlen sich dagegen meist deutlich reichhaltiger an.

Sind Gesichtsöle komedogen?

Die Frage nach der Komedogenität gehört zu den häufigsten Fragen rund um Gesichtsöle.


Komedogen bedeutet, vereinfacht gesagt, dass eine Substanz die Entstehung von Komedonen beziehungsweise Mitessern begünstigen kann.


Im Internet findet man häufig Tabellen, in denen Öle auf einer Skala von 0 bis 5 eingeteilt werden. Diese Werte wirken sehr eindeutig – sind es aber nicht.


Die verbreiteten Skalen beruhen teilweise auf älteren Testmethoden und lassen sich nicht zuverlässig auf jede Haut oder jedes fertige Kosmetikprodukt übertragen. Hinzu kommen Unterschiede bei Qualität, Verarbeitung, Konzentration und Zusammensetzung.


Deshalb verwenden wir in diesem Guide keine starre Zahl, sondern eine Komedogenitäts-Tendenz als praktische Orientierung:


Eher gering
Das Öl wird in Bezug auf verstopfte Poren eher als wenig problematisch eingeordnet. Eine individuelle Reaktion ist trotzdem möglich.


Individuell
Das Öl lässt sich nicht sinnvoll pauschal als eher gering oder eher erhöht einordnen. Hauttyp, verwendete Menge und individuelle Verträglichkeit spielen hier eine größere Rolle.


Eher erhöht
Das Öl ist reichhaltiger oder wird häufiger mit einer stärkeren Neigung zu verstopften Poren in Verbindung gebracht. Wer schnell zu Mitessern oder Unreinheiten neigt, sollte mit einer kleinen Menge beginnen.


Wichtig: Auch diese Einteilung ist keine feste Vorhersage. Komedogenität hängt nicht nur vom einzelnen Pflanzenöl ab, sondern ebenso von Dosierung, Verarbeitung, Gesamtformulierung und der individuellen Haut.

Die wichtigsten Gesichtsöle von Aprikose bis Wildrose

Jojobaöl – der unkomplizierte Allrounder

Jojobaöl nimmt unter den Gesichtsölen eine Sonderstellung ein: Chemisch betrachtet handelt es sich nicht um ein klassisches Pflanzenöl, sondern um ein flüssiges Wachs.


Es ist ausgesprochen oxidationsstabil, lässt sich fein verteilen und hinterlässt meist ein leichtes, geschmeidiges Hautgefühl. Jojobaöl unterstützt den natürlichen Lipidfilm der Haut und hilft dabei, Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren.


Weil es weder ausgesprochen reichhaltig noch extrem leicht ist, eignet es sich für eine ungewöhnlich breite Palette an Hauttypen.


Geeignet für: normale Haut, Mischhaut, ölige und empfindliche Haut
Hautgefühl: leicht bis mittel
Komedogenitäts-Tendenz: eher gering

Arganöl – ausgewogen und vielseitig

Arganöl wird aus den Kernen der Früchte des marokkanischen Arganbaums gewonnen. Sein Fettsäureprofil enthält sowohl Ölsäure als auch Linolsäure und wird durch natürliche Tocopherole und weitere pflanzliche Begleitstoffe ergänzt.


Es pflegt geschmeidig, ohne so schwer zu wirken wie manche sehr ölsäurereichen Öle.


Arganöl ist deshalb ein guter Allrounder für Haut, die etwas mehr Lipide benötigt, aber kein ausgesprochen schweres Gesichtsöl möchte.


Geeignet für: normale, trockene und reife Haut
Hautgefühl: mittel, weich und geschmeidig
Komedogenitäts-Tendenz: individuell

Mandelöl – sanfte Pflege für trockene Haut

Süßmandelöl ist eines der klassischen Pflegeöle überhaupt. Sein Fettsäureprofil wird von Ölsäure geprägt und verleiht ihm die charakteristische weiche, geschmeidige Textur.


Mandelöl reduziert ein raues oder gespanntes Hautgefühl und ist vor allem dann interessant, wenn die Haut mehr Lipide und Schutz benötigt.


Geeignet für: normale, trockene und empfindliche Haut
Hautgefühl: mittel bis reichhaltig
Komedogenitäts-Tendenz: individuell; bei sehr leicht verstopfenden Poren eher sparsam verwenden


Unsere Empfehlung: ODEN French Sweet Almond Oil – ein kaltgepresstes französisches Mandelöl mit Vitamin E.

Wildrosenöl – für fahle und anspruchsvolle Haut

Wildrosenöl wird auch als Hagebuttenkernöl oder Rosehip Oil bezeichnet. Es gehört zu den interessantesten Gesichtsölen für anspruchsvolle Haut, da es einen hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren besitzt.


Je nach Art und Gewinnung enthält es vor allem Linol- und Alpha-Linolensäure sowie natürliche Begleitstoffe wie Tocopherole und Carotinoide.


Das vergleichsweise feine Öl pflegt die Haut geschmeidig und passt besonders gut zu Haut, die fahl, trocken oder ungleichmäßig wirkt.


Geeignet für: reife, trockene, normale und fahle Haut
Hautgefühl: leicht bis mittel
Komedogenitäts-Tendenz: eher gering


Unsere Empfehlung: ODEN Rosehip Concentrate – ein konzentriertes Öl aus Wildrose und Lupinensamenöl für reife und fahle Haut.

Hanföl – leicht und reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Hanföl besitzt ein ungewöhnlich ausgewogenes Profil verschiedener mehrfach ungesättigter Fettsäuren und fühlt sich auf der Haut meist erstaunlich leicht an.


Gerade für Menschen, denen klassische Gesichtsöle schnell zu schwer werden, ist Hanföl eine interessante Alternative.


Geeignet für: Mischhaut, ölige und zu Unreinheiten neigende Haut
Hautgefühl: leicht, eher trocken
Komedogenitäts-Tendenz: eher gering

Traubenkernöl – besonders leichtes Gesichtsöl

Traubenkernöl gehört zu den linolsäurereichen Pflanzenölen und besitzt eine sehr leichte Textur.


Es zieht schnell ein, lässt sich fein verteilen und hinterlässt meist wenig Ölfilm. Damit gehört es zu den klassischen Pflanzenölen für Menschen, die ein möglichst leichtes Gesichtsöl suchen.


Geeignet für: Mischhaut, normale und ölige Haut
Hautgefühl: sehr leicht und trocken
Komedogenitäts-Tendenz: eher gering

Unsere Empfehlung: ERE PEREZ Australian Blue Cypress Face Nectar - ein leichtes Everyday Face Oil mit Blauer Zypresse und Traubenkernöl.

Haselnussöl – geschmeidig und trotzdem leicht

Haselnussöl ist überwiegend ölsäurehaltig, besitzt aber im Vergleich zu vielen anderen ölsäurereichen Ölen ein überraschend feines, trockenes Hautgefühl.


Es lässt sich gut verteilen und eignet sich deshalb besonders gut für Haut, die zwischen trockenen und öligen Bereichen schwankt.


Geeignet für: Mischhaut, normale und leicht trockene Haut
Hautgefühl: leicht bis mittel, eher trocken
Komedogenitäts-Tendenz: eher gering bis individuell


Unsere Empfehlung: ODEN French Hazelnut Oil – kaltgepresstes französisches Haselnussöl, das sich besonders für Mischhaut und öligere Haut eignet.

Borretschöl – außergewöhnlich reich an Gamma-Linolensäure

Borretschöl unterscheidet sich deutlich von klassischen Gesichtsölen. Charakteristisch ist sein hoher Anteil an Gamma-Linolensäure, kurz GLA, einer mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäure.


Gerade dieser hohe GLA-Anteil macht Borretschöl für trockene, empfindliche und anspruchsvolle Haut interessant.


Es gehört zu den Pflanzenölen, die man weniger wegen eines luxuriösen Hautgefühls und mehr wegen ihres besonderen Fettsäureprofils auswählt.


Geeignet für: trockene, empfindliche und reife Haut
Hautgefühl: mittel
Komedogenitäts-Tendenz: individuell


Unsere Empfehlung: ODEN French Borage Oil – reines kaltgepresstes Borretschsamenöl aus französischem Anbau.

Nachtkerzenöl – ein Klassiker für trockene, anspruchsvolle Haut

Ähnlich wie Borretschöl enthält auch Nachtkerzenöl Gamma-Linolensäure, allerdings typischerweise in geringerer Menge.


Es wird deshalb besonders gerne in Pflegeprodukten für trockene, empfindliche oder raue Haut eingesetzt und kombiniert sich gut mit anderen Pflanzenölen.


Geeignet für: trockene, empfindliche und reife Haut
Hautgefühl: mittel
Komedogenitäts-Tendenz: individuell

Avocadoöl – reichhaltige Pflege

Avocadoöl gehört zu den deutlich reichhaltigeren Pflanzenölen. Es ist reich an Ölsäure und enthält verschiedene natürliche Begleitstoffe.


Das Öl hinterlässt einen spürbareren Lipidfilm und eignet sich deshalb besonders für Haut, die sich nach der Reinigung schnell trocken, rau oder gespannt anfühlt.


Wer leichte Trockenöle bevorzugt, wird Avocadoöl dagegen meist als zu reichhaltig empfinden.


Geeignet für: trockene, sehr trockene und reife Haut
Hautgefühl: reichhaltig
Komedogenitäts-Tendenz: eher erhöht

Pflaumenkernöl – weich, pflegend und besonders sinnlich

Pflaumenkernöl gehört zu den ölsäurereichen Pflanzenölen und pflegt die Haut weich und geschmeidig.


Besonders ist auch sein natürlicher Duft: Hochwertiges Pflaumenkernöl erinnert häufig an Marzipan, Mandel oder feines Steinobst und macht die Anwendung zu einem ungewöhnlich sinnlichen Pflegeritual.


Geeignet für: normale, trockene und reife Haut
Hautgefühl: mittel bis reichhaltig
Komedogenitäts-Tendenz: individuell


Unsere Empfehlung: ODEN French Organic Plum Oil – französisches Bio-Pflaumenkernöl mit charakteristischem, fein mandeligem Duft.



Kirschkernöl – die leichtere Alternative unter den Steinobstölen

Kirschkernöl ist wesentlich weniger bekannt als Mandel- oder Aprikosenkernöl, besitzt aber ein interessantes Verhältnis verschiedener ungesättigter Fettsäuren.


Es fühlt sich weich und geschmeidig an, ohne ausgesprochen schwer zu wirken. Damit liegt es sensorisch zwischen sehr leichten Trockenölen und deutlich reichhaltigeren Pflegeölen.


Geeignet für: normale, feuchtigkeitsarme, reife und leicht trockene Haut; je nach Hautgefühl auch Mischhaut
Hautgefühl: leicht bis mittel
Komedogenitäts-Tendenz: individuell


Unsere Empfehlung: ODEN French Cherry Oil aus Montmorency-Kirschkernen.

Himbeersamenöl – fein, leicht und antioxidativ

Himbeersamenöl ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und enthält natürliche Tocopherole und Carotinoide.


Trotz seines pflegenden Charakters fühlt es sich relativ leicht an und hinterlässt nur wenig Fettfilm. Damit ist es eine schöne Wahl für Haut, die Lipide benötigt, aber schwere Öle nicht mag.


Geeignet für: Mischhaut, normale, fahle und feuchtigkeitsarme Haut
Hautgefühl: leicht bis sehr leicht
Komedogenitäts-Tendenz: eher gering


Unsere Empfehlung: LA CANOPÉE Smoothing Flower Eye Care – Wirkstoffpflege für die Augenkonturen mit Himbeersamenöl und Co-Enzym Q10.

Cacayöl – feines Öl für anspruchsvolle Haut

Cacayöl wird aus den Samen des südamerikanischen Cacay-Baumes gewonnen und ist besonders reich an ungesättigten Fettsäuren.


Es besitzt eine angenehm feine Textur und wird gerne in Pflege für reife, trockene oder glanzlose Haut eingesetzt.


Geeignet für: normale, trockene und reife Haut
Hautgefühl: leicht bis mittel
Komedogenitäts-Tendenz: individuell


Unsere Empfehlung: NAYA Cacay Beauty Oil oder das NAYA Everyday Face Oil, das Cacayöl unter anderem mit Traubenkern- und Mandelöl kombiniert.



Kaktusfeigenkernöl – kostbar und linolsäurereich

Kaktusfeigenkernöl gehört zu den aufwendigsten Pflanzenölen in der Kosmetik. Die kleinen Samen enthalten nur wenig Öl, weshalb für die Gewinnung vergleichsweise große Mengen Früchte benötigt werden.


Das Öl zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Linolsäure sowie natürliche Tocopherole aus. Trotz seines pflegenden Charakters besitzt es ein vergleichsweise feines Hautgefühl.


Geeignet für: normale, trockene, reife und anspruchsvolle Haut
Hautgefühl: leicht bis mittel
Komedogenitäts-Tendenz: eher gering bis individuell

Sanddornöl – nicht gleich Sanddornöl

Bei Sanddorn lohnt sich ein genauer Blick auf die Bezeichnung, denn Sanddornsamenöl und Sanddornfruchtfleischöl unterscheiden sich deutlich voneinander.


Sanddornsamenöl enthält vor allem Linolsäure und Alpha-Linolensäure und besitzt damit einen hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren.


Sanddornfruchtfleischöl hat dagegen ein ungewöhnliches Fettsäureprofil mit einem hohen Anteil an Palmitoleinsäure (Omega 7). Hinzu kommen reichlich Carotinoide, die dem Öl seine intensive orange- bis rötliche Farbe verleihen.


In Gesichtsöl-Mischungen werden teilweise beide Varianten kombiniert.


Geeignet für: normale, trockene, reife und anspruchsvolle Haut; Samenöl auch interessant für Mischhaut
Hautgefühl: je nach verwendeter Sanddornfraktion leicht bis mittel
Komedogenitäts-Tendenz: individuell

Buritiöl – carotinoidreiches Öl aus dem Amazonasgebiet

Buritiöl wird aus den Früchten der Buriti-Palme gewonnen und gehört zu den charakteristischsten südamerikanischen Pflanzenölen.


Sein Fettsäureprofil wird überwiegend von Ölsäure geprägt. Besonders auffällig ist zugleich sein hoher Gehalt an natürlichen Carotinoiden, vor allem Beta-Carotin, die dem Öl seine kräftige orange-rötliche Farbe verleihen.


Buriti wird deshalb meist nicht nur wegen seiner Lipide eingesetzt, sondern auch als farb- und antioxidantienreiche Komponente in komplexeren Gesichts- und Körperölen.


Geeignet für: normale, trockene, reife und fahle Haut
Hautgefühl: mittel, weich und geschmeidig
Komedogenitäts-Tendenz: individuell

Aprikosenkernöl – weich und etwas leichter als Mandelöl

Aprikosenkernöl besitzt ein Fettsäureprofil, das von Ölsäure geprägt wird und zusätzlich einen nennenswerten Anteil Linolsäure enthält.


Sensorisch erinnert es an Mandelöl, fühlt sich jedoch häufig etwas feiner und leichter an. Es macht die Haut weich und geschmeidig, ohne zu den ausgesprochen schweren Pflanzenölen zu gehören.


Damit ist Aprikosenkernöl ein unkompliziertes Pflegeöl für alle, denen sehr leichte Trockenöle zu wenig und reichhaltige Öle zu viel sind.


Geeignet für: normale, trockene, empfindliche und reife Haut
Hautgefühl: leicht bis mittel, weich
Komedogenitäts-Tendenz: individuell

Marulaöl – geschmeidig, seidig und ölsäurereich

Marulaöl wird aus den Kernen der Früchte des afrikanischen Marulabaums gewonnen.


Es gehört zu den stärker ölsäuregeprägten Pflanzenölen und besitzt entsprechend ein weiches, geschmeidiges Hautgefühl. Gleichzeitig lässt es sich gut verteilen und kann sich erstaunlich seidig anfühlen, weshalb es gerne in luxuriöser Gesichtspflege eingesetzt wird.


Seine Zusammensetzung macht es besonders interessant für Haut, der sehr leichte Öle nicht genügend Pflegekomfort bieten.


Geeignet für: normale, trockene und reife Haut
Hautgefühl: mittel, seidig und geschmeidig
Komedogenitäts-Tendenz: individuell

Baobaböl – ausgewogene Pflege für trockene und anspruchsvolle Haut

Baobaböl wird aus den Samen des afrikanischen Affenbrotbaums gewonnen. Sein Fettsäureprofil enthält insbesondere Ölsäure, Linolsäure und Palmitinsäure.


Dadurch liegt es sensorisch zwischen sehr leichten und ausgesprochen schweren Pflanzenölen. Es hinterlässt einen geschmeidigen Lipidfilm und eignet sich gut für Haut, die mehr Pflege benötigt, ohne dass ein besonders schweres Öl gewünscht ist.


Geeignet für: normale, trockene, reife und anspruchsvolle Haut
Hautgefühl: mittel bis reichhaltig
Komedogenitäts-Tendenz: individuell

Unsere Empfehlung: UND GRETEL Minne Face Oil - elegante Ölmischung mit Baobab, Pflaume und Kaffeesamenöl.

Moringaöl – ölsäurereich und besonders oxidationsstabil

Moringaöl wird aus den Samen von Moringa oleifera gewonnen und ist auch als Benöl bekannt.


Sein Fettsäureprofil ist ungewöhnlich stark von Ölsäure geprägt. Dazu kommen kleinere Anteile langkettiger Fettsäuren wie Behensäure. Der geringe Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren macht Moringaöl vergleichsweise oxidationsstabil.


Auf der Haut fühlt es sich weich, glättend und eher reichhaltig an. Es eignet sich deshalb besonders gut für Haut, die einen spürbaren Lipidfilm und mehr Geschmeidigkeit sucht.


Geeignet für: normale, trockene und reife Haut
Hautgefühl: mittel bis reichhaltig, geschmeidig
Bei zu Unreinheiten neigender Komedogenitäts-Tendenz: individuell

Macadamiaöl – reich an Ölsäure und Palmitoleinsäure

Macadamiaöl besitzt unter den klassischen Pflanzenölen ein ungewöhnliches Fettsäureprofil. Neben viel Ölsäure enthält es einen vergleichsweise hohen Anteil an Palmitoleinsäure, einer einfach ungesättigten Omega-7-Fettsäure.


Das macht Macadamiaöl besonders interessant für trockene und lipidarme Haut. Trotz seines pflegenden Charakters lässt es sich gut verteilen und hinterlässt ein weiches, seidiges Hautgefühl.


Geeignet für: normale, trockene und reife Haut
Hautgefühl: mittel bis reichhaltig, seidig
Komedogenitäts-Tendenz: individuell

Kukuiöl – sehr reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Kukuiöl wird aus den Nüssen des hawaiianischen Kukui- oder Lichtnussbaums gewonnen.


Es unterscheidet sich deutlich von ölsäurereichen Ölen wie Mandel, Marula oder Moringa: Kukuiöl enthält hohe Anteile an Linolsäure und Alpha-Linolensäure und gehört damit zu den besonders mehrfach ungesättigten Pflanzenölen.


Es fühlt sich vergleichsweise leicht an und lässt sich fein verteilen. Aufgrund seines hohen Anteils mehrfach ungesättigter Fettsäuren ist es allerdings auch oxidationsempfindlicher als beispielsweise Jojoba- oder Moringaöl.


Geeignet für: normale, Misch-, trockene und anspruchsvolle Haut
Hautgefühl: leicht bis mittel
Komedogenitäts-Tendenz: eher gering bis individuell


Unsere Empfehlung: LEAHLANI Mahana Coco Infusion - seidiges Körper- und Haaröl mit Kukui, Macadamia und Sanddorn

Babassuöl – schmelzende Lipidpflege

Babassuöl wird aus den Samen der südamerikanischen Babassupalme gewonnen und unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen Ölen in diesem Guide.


Es enthält vor allem Laurin- und Myristinsäure und damit wesentlich mehr gesättigte Fettsäuren als beispielsweise Traubenkern-, Wildrosen- oder Arganöl. Bei kühleren Temperaturen kann Babassu deshalb fest oder halbfest sein und schmilzt bei Kontakt mit warmer Haut.


Das Ergebnis ist ein glattes, geschmeidiges Hautgefühl. Babassu wird häufig als Bestandteil von Balms, Cremes und Ölformulierungen eingesetzt und seltener als klassisches flüssiges Gesichtsöl pur verwendet.


Geeignet für: normale, trockene und lipidarme Haut
Hautgefühl: geschmeidig, schmelzend und eher reichhaltig
Komedogenitäts-Tendenz: eher erhöht

Doppelgänger
Bild: This Place

Welches Gesichtsöl für trockene Haut?

Trockene Haut produziert zu wenig hauteigene Lipide. Sie fühlt sich häufig rau, gespannt oder spröde an und profitiert deshalb besonders von Ölen, die den Lipidfilm ergänzen und den Feuchtigkeitsverlust reduzieren.


Interessant sind beispielsweise:

  • Mandelöl

  • Arganöl

  • Borretschöl

  • Nachtkerzenöl

  • Avocadoöl

  • Pflaumenkernöl


Wer ein leichteres Finish bevorzugt, kann auch Wildrosen- oder Cacayöl wählen.


Unsere Empfehlungen für trockene Haut


ODEN French Borage Oil
Eine interessante Alternative, wenn neben Trockenheit auch Empfindlichkeit und eine anspruchsvolle Hautbarriere im Vordergrund stehen.

NAYA Everyday Face Oil
Kombiniert unter anderem Traubenkern-, Mandel- und Cacayöl und verbindet reichhaltigere Lipide mit einem relativ feinen Finish.

RMS BEAUTY Kakadu Beauty Oil
Gesichtsöl mit Kakadu-Pflaume, Buritiöl und einer adaptogenen Kräutermischung..

Welches Gesichtsöl für Mischhaut?

Mischhaut kombiniert meist eine fettigere T-Zone mit normalen oder trockeneren Wangen.


Schwere Öle können hier schnell zu viel sein. Besonders angenehm sind deshalb leichte Öle, die sich fein verteilen lassen und keinen ausgeprägten Fettfilm hinterlassen.


Geeignet sind:

  • Jojobaöl

  • Haselnussöl

  • Traubenkernöl

  • Himbeersamenöl

  • Kirschkernöl


Unsere Empfehlungen für Mischhaut


ODEN French Hazelnut Oil
Ein besonders schönes Einzelöl für Mischhaut, weil es Geschmeidigkeit mit einem relativ trockenen Finish verbindet.

RAAW Alchemy Blue Drops
Eine sehr leichte Mischung auf Basis von Jojoba-, Kukui- und Baobaböl mit Blue Tansy und Blauer Schafgarbe – besonders interessant für Mischhaut und öligere Haut.

THIS PLACE The Morning Glow
Leichtes Gesichtsöl mit Traubenkernöl, Squalan und Goldalge. Bewahrt Feuchtigkeit und schenkt weiche Haut mit natürlichem Glow

Welches Gesichtsöl für ölige und zu Unreinheiten neigende Haut?

Ölige Haut braucht nicht automatisch eine vollkommen fettfreie Pflege.


Entscheidend ist vielmehr, welches Öl, welche Menge und welche gesamte Pflegeroutine verwendet werden.


Für diesen Hauttyp sind meist feine, leichte und linolsäurereiche Öle angenehmer als schwere, stark okklusive Texturen.


Besonders interessant sind:

  • Jojobaöl

  • Hanföl

  • Traubenkernöl

  • Haselnussöl

  • Distelöl

  • Himbeersamenöl


Beginnen Sie mit nur ein bis zwei Tropfen und beobachten Sie, wie sich die Haut damit entwickelt.


Auch hier gilt: Die Bezeichnung „nicht komedogen“ ist keine Garantie dafür, dass jede zu Unreinheiten neigende Haut ein Produkt gleichermaßen gut verträgt.


Unsere Empfehlungen für ölige und zu Unreinheiten neigende Haut


ODEN French Hazelnut Oil
Ein feines Öl mit leichtem Hautgefühl, das sich besonders gut für Mischhaut und öligere Haut eignet.

LEAHLANI Siren Brightening Serum
Öl-Serum mit Sanddorn, Spirulina und Jojoba – gleicht einen fahlen, unruhig wirkenden Teint optisch aus und schenkt einen strahlenden Aloha Glow.

Welches Gesichtsöl für empfindliche Haut?

Bei empfindlicher Haut lohnt sich ein genauer Blick auf die gesamte Formulierung.


Ein sehr einfaches Einzelöl kann von Vorteil sein, weil die Anzahl potenziell irritierender Inhaltsstoffe gering bleibt. Gleichzeitig verträgt nicht jede empfindliche Haut jedes reine Pflanzenöl gleich gut.


Besonders interessant sind:

  • Jojobaöl

  • Mandelöl

  • Borretschöl

  • Nachtkerzenöl


Neue Produkte zunächst auf einer kleinen Hautstelle auszuprobieren, ist bei sehr reaktiver Haut grundsätzlich sinnvoll.


Unsere Empfehlungen für empfindliche Haut


IPSUM Best Skin Nourishing Face Oil
Ausgleichende Gesichtspflege mit Aprikose, Traube, Nachtkerze und Macadamia - reichhaltige, sanfte Formulierung.

ODEN French Sweet Almond Oil
Ein reduziertes Einzelöl für trockene und empfindliche Haut.

NAYA Cacay Beauty Oil
Premium Cacayöl mit kraftvollen Antioxidantien, Vitaminen und Omega-Fettsäuren - sanft zur Haut und stärkt die Barrierefunktion.


Bei sehr sensibler Haut würden wir außerdem eher duftfreie Produkte wählen als komplexe Ölkompositionen mit mehreren ätherischen Ölen.

Welches Gesichtsöl für reife Haut?

Reife Haut wird häufig trockener und lipidärmer. Gleichzeitig können Elastizität, Ebenmäßigkeit und Ausstrahlung stärker in den Mittelpunkt der Pflege rücken.


Hier ist die Auswahl besonders groß: Von einem puristischen Wildrosen- oder Cacayöl bis hin zu komplexen Wirkstoffölen ist vieles möglich.


Interessant sind beispielsweise:

  • Wildrosenöl

  • Cacayöl

  • Kaktusfeigenkernöl

  • Arganöl

  • Borretschöl

  • Avocadoöl


Unsere Empfehlungen für reife Haut


JOSH ROSEBROOK Active Infusion Oil
Ein komplex formuliertes Wirkstofföl mit Jojoba-, Wildrosen-, Hanf- und Sanddornöl sowie Vitamin-C-Derivat und Retinoid. Eine gute Wahl, wenn nicht nur Lipidpflege, sondern auch ein gezielter Wirkstoffschritt gewünscht ist.

NAYA Cacay Beauty Oil
Eine puristischere Option für alle, die den Fokus auf ein hochwertiges Pflanzenöl legen möchten.

ODEN Rosehip Concentrate
Ein konzentriertes Wildrosenöl mit Lupinensamenöl für fahle, reife und anspruchsvolle Haut.

Welches Gesichtsöl für normale Haut?

Normale Haut ist bei der Auswahl besonders unkompliziert.


Je nachdem, welches Hautgefühl Sie bevorzugen, können Sie zwischen leichten und reichhaltigeren Pflanzenölen wählen.


Besonders vielseitig sind:

  • Jojobaöl

  • Arganöl

  • Kirschkernöl

  • Pflaumenkernöl

  • Wildrosenöl


Wer möglichst wenig Ölfilm möchte, greift eher zu Jojoba oder Kirschkernöl. Wer ein weicheres, reichhaltigeres Gefühl bevorzugt, kann Pflaumen- oder Arganöl wählen.

Parfumproben bei Blanda Beauty
Bild: Wildflowers Organics

Reines Pflanzenöl oder Gesichtsöl-Mischung – was passt besser?

Beides hat seinen Reiz und seine Berechtigung.


Ein reines Pflanzenöl besteht häufig nur aus einem einzigen Öl und eventuell Vitamin E als Oxidationsschutz. Dadurch lässt sich sehr genau auswählen, welches Fettsäureprofil und welche Textur zur eigenen Haut passen.


Eine Gesichtsöl-Mischung kombiniert dagegen mehrere Pflanzenöle miteinander. Dadurch können unterschiedliche Fettsäuren, Texturen und pflanzliche Begleitstoffe zusammengebracht werden.


Komplexere Wirkstofföle können zusätzlich Inhaltsstoffe wie:

enthalten.


Die Frage lautet deshalb weniger „Was ist besser?“ als vielmehr: Möchten Sie ein puristisches Lipidprodukt oder gleichzeitig zusätzliche Wirkstoffe in Ihre Routine integrieren?

Gesichtsöl richtig anwenden

Gesichtsöle sind hochkonzentriert und sehr ergiebig. Häufig genügen bereits zwei bis vier Tropfen für Gesicht und Hals.


Eine mögliche Reihenfolge:

  1. Gesicht sanft reinigen.

  2. Toner, Essence oder wasserbasiertes Serum auftragen.

  3. Bei Bedarf Gesichtscreme verwenden.

  4. Zwei bis vier Tropfen Gesichtsöl zwischen den Fingerspitzen verteilen.

  5. Sanft auf Gesicht und Hals einpressen oder einmassieren.


Gesichtsöl am besten auf die noch feuchte Haut auftragen – so lässt es sich besonders gut verteilen und verbindet sich angenehmer mit der vorherigen Pflege.


Bei leichten Ölen können einzelne Tropfen auch direkt mit einer Creme vermischt werden.

Gesichtsöl vor oder nach der Creme?

Als einfache Grundregel gilt:


Wasserbasierte Produkte zuerst, lipidreichere Produkte später.


Nach Reinigung und Toner folgt also zunächst ein Serum, anschließend gegebenenfalls eine Creme und danach das Gesichtsöl.


Diese Reihenfolge ist jedoch kein Dogma. Einige leichte Ölseren sind vom Hersteller bewusst für die Anwendung vor einer Creme formuliert.


Bei einem fertigen Gesichtsöl lohnt sich deshalb immer ein Blick auf die jeweilige Anwendungsempfehlung.

Spendet Gesichtsöl Feuchtigkeit?

Ein reines Pflanzenöl enthält kein Wasser und spendet deshalb nicht auf dieselbe Weise Feuchtigkeit wie beispielsweise ein wasserbasiertes Serum.


Seine Stärke liegt woanders: Pflanzenöle liefern Lipide, machen die Haut weich und geschmeidig und helfen, den Wasserverlust über die Hautoberfläche zu reduzieren.


Bei feuchtigkeitsarmer Haut ist deshalb häufig die Kombination aus:


Feuchtigkeit + Lipiden


besonders sinnvoll.


Zum Beispiel:

Toner oder Serum → Creme → einige Tropfen Gesichtsöl.

Gesichtsöl oder Gesichtscreme – was ist besser?

Gesichtsöl und Gesichtscreme erfüllen unterschiedliche Aufgaben.


Eine Creme ist eine Emulsion aus Wasser- und Fettphase und kann deshalb Feuchtigkeit und Lipide gleichzeitig zur Verfügung stellen.


Ein reines Gesichtsöl ist wasserfrei und konzentriert sich auf die Lipidseite der Pflege.


Sehr trockene oder feuchtigkeitsarme Haut profitiert häufig von einer Kombination aus beiden. Bei unkomplizierter Haut kann dagegen auch ein leichtes Gesichtsöl zusammen mit einem feuchtigkeitsspendenden Serum vollkommen ausreichend sein.

Gesichtsöl Anwendung
Bild: Wildcrafted Organics

Häufige Fragen zu Gesichtsölen

Gibt es ein Gesichtsöl, das für alle Hauttypen geeignet ist?

Ein Öl, das garantiert für jede Haut gleichermaßen passt, gibt es nicht. Jojobaöl kommt einem universellen Gesichtsöl jedoch recht nahe: Es besitzt ein leichtes bis mittleres Hautgefühl, ist sehr oxidationsstabil und kann sowohl bei normaler und trockener Haut als auch bei Mischhaut und öligerer Haut angenehm sein. Bei sehr trockener Haut kann es allein allerdings zu leicht sein, während sehr empfindliche oder zu Unreinheiten neigende Haut grundsätzlich individuell reagieren kann.

Was ist ein Trockenöl?

Trockenöl beschreibt ein Öl oder eine Ölmischung, die schnell einzieht und wenig fettigen Film hinterlässt. Traubenkern-, Hanf-, Himbeersamen- und Haselnussöl gehören zu den Pflanzenölen mit eher leichtem bis trockenem Hautgefühl.

Kann man Gesichtsöl jeden Tag verwenden?

Ja. Die Menge sollte an den Hauttyp angepasst werden. Während trockene Haut häufig mehrere Tropfen morgens und abends angenehm findet, reichen bei Mischhaut oder öliger Haut oft ein bis zwei Tropfen.

Ist Gesichtsöl auch bei fettiger Haut geeignet?

Ja. Leichte Öle wie Jojoba-, Hanf-, Traubenkern- oder Haselnussöl können auch bei fettiger Haut sehr angenehm sein. Sehr reichhaltige Öle sind für diesen Hauttyp meist weniger naheliegend.

Welches Gesichtsöl ist nicht komedogen?

Eine zuverlässige allgemeingültige Liste ‚nicht komedogener‘ Pflanzenöle gibt es nicht. Die verbreiteten Komedogenitäts-Skalen sind nicht standardisiert und individuelle Hautreaktionen unterscheiden sich. Jojoba-, Hanf-, Traubenkern-, Himbeersamen- und Haselnussöl sind für zu Unreinheiten neigende Haut häufig interessante Ausgangspunkte, insbesondere in leichten, überschaubar formulierten Produkten. Am besten mit einer kleinen Menge beginnen und die eigene Haut beobachten.

Kann Gesichtsöl Poren verstopfen?

Das ist möglich, lässt sich aber nicht anhand eines einzelnen Rohstoffwertes sicher vorhersagen. Ölart, Menge, Verarbeitung, Gesamtformulierung und individuelle Haut spielen zusammen. Wer schnell zu verstopften Poren neigt, sollte mit wenigen Tropfen eines leichten Öls beginnen.

Was bedeutet Komedogenitätsgrad 0, 1 oder 2?

Diese Zahlen stammen aus verbreiteten Komedogenitäts-Skalen. Sie können eine grobe Orientierung bieten, sind jedoch nicht standardisiert und lassen sich nicht zuverlässig auf jede Haut oder jedes fertige Produkt übertragen. Wir halten eine praktische Einordnung nach Hautgefühl, Formulierung und Hauttyp deshalb für hilfreicher.

Welches Öl ist bei trockener Haut besonders geeignet?

Mandel-, Borretsch-, Argan-, Avocado- und Pflaumenkernöl sind interessante Optionen. Entscheidend ist, wie reichhaltig sich die Pflege auf Ihrer Haut anfühlen soll.

Welches Öl eignet sich für Mischhaut?

Jojoba-, Haselnuss-, Traubenkern-, Himbeersamen- und Kirschkernöl gehören zu den besonders interessanten Optionen.

Welches Gesichtsöl eignet sich für reife Haut?

Wildrosen-, Cacay-, Kaktusfeigenkern-, Borretsch- und Arganöl eignen sich sehr gut als Basis. Zusätzlich können komplex formulierte Wirkstofföle sinnvoll sein.

Sollte Gesichtsöl auf trockene oder feuchte Haut aufgetragen werden?

Auf leicht feuchter Haut lässt sich Gesichtsöl meist besonders gut verteilen. Noch wichtiger ist jedoch, dass bei feuchtigkeitsarmer Haut zuvor ein wasserbasiertes Produkt verwendet wird.

Gesichtsöl vor oder nach der Creme?

Meist nach der Creme, da Öl den lipidreicheren Pflegeschritt bildet. Bei speziell formulierten Ölseren kann die empfohlene Reihenfolge abweichen.

Was ist besser – Gesichtsöl oder Gesichtscreme?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, denn Creme und Öl erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine Gesichtscreme enthält eine Wasser- und eine Fettphase und versorgt die Haut deshalb sowohl mit Feuchtigkeit als auch mit Lipiden. Ein reines Gesichtsöl enthält dagegen kein Wasser: Es liefert vor allem Lipide, macht die Haut geschmeidig und hilft, Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren. Bei feuchtigkeitsarmer oder trockener Haut ist die Kombination aus beiden häufig besonders sinnvoll. Wer eine unkomplizierte Haut hat, kann je nach Routine auch ein feuchtigkeitsspendendes Serum mit einem passenden Gesichtsöl kombinieren.

Fazit: Nicht jedes Gesichtsöl passt zu jeder Haut

Gesichtsöl ist nicht gleich Gesichtsöl.


Ein leichtes Traubenkern- oder Hanföl besitzt ein völlig anderes Hautgefühl als ein reichhaltiges Avocado- oder Mandelöl. Wildrosen-, Borretsch- oder Cacayöl wiederum werden gerade wegen ihres besonderen Fettsäureprofils interessant.


Als einfache Orientierung:

Mischhaut und ölige Haut fühlen sich häufig mit leichten, schnell einziehenden Ölen wohl.

Trockene Haut benötigt meist mehr Lipide und verträgt häufig reichhaltigere Öle.

Empfindliche Haut profitiert oft von überschaubaren Formulierungen und sorgfältig ausgewählten Pflanzenölen.

Reife Haut bietet die größte Bandbreite – vom puristischen Wildrosenöl bis zum komplex formulierten Wirkstofföl.


Und auch bei der Komedogenität gilt: Eine Zahl allein sagt weniger aus als die Kombination aus Öl, Formulierung, Dosierung und der eigenen Haut.


Wer diese Unterschiede kennt, findet sehr viel leichter das Gesichtsöl, das wirklich zur eigenen Haut und zur eigenen Pflegeroutine passt.