Gesichtscreme

Gesichtscreme - die richtige Tagespflege für jeden Hauttyp

Woraus besteht eine Gesichtscreme?

Die Basis einer Gesichtscreme ist eigentlich immer dieselbe: Wasser und Lipide – also Fette und Öle – sowie Emulgatoren. Dazu kommen noch spezielle Wirk- und Pflegestoffe.

Emulgatoren braucht man, um die Mischung von Wasser- und Fettanteilen dauerhaft aufrechtzuerhalten und eine Creme mit gleichmäßiger Textur herzustellen. Emulgatoren besitzen ein Ende das Wasser anzieht während das andere Ende Fett anzieht. In der Naturkosmetik werden unbedenkliche Emulgatoren aus Zucker oder pflanzlichen Fetten verwendet, z.B. pflanzliches Glyzerin, Ceramide oder Lecithin. Die berüchtigten PEGs, welche in der herkömmlichen Kosmetik häufig verwendet werden, schwächen die natürliche Barrierefunktion der Haut und sollten tunlichst vermieden werden.

Die Fette in den Cremes machen die Haut leicht wasserabweisend, hemmen die Wasserabgabe (Verdunstung) über die Haut und schützen sie vor Austrocknung. Zudem können sie mikroskopische Hautvertiefungen auffüllen und verringern auf diese Weise feine Linien. Eine gute Feuchtigkeitscreme nutzt pflanzliche Fette und Naturöle, etwa Avocadoöl, Buritiöl, Sesamöl oder Hagebuttenöl die reich an Fettsäuren, Nährstoffen und Vitaminen sind. Enthaltene Kräuterextrakte liefern außerdem Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise Betaine und Flavonoide.

Sandawha Watercream

Braucht unsere Haut eine Feuchtigkeitscreme?

In gesunder, praller und geschmeidiger Haut fühlen wir uns Wohl. Von Natur aus ist eigentlich die Feuchtigkeit in unserer Haut gut geschützt. Die natürliche Hautbarriere und wasserbindende Substanzen verhindern, dass unsere Haut Feuchtigkeit verliert. Zudem hilft unser Hautfett die Hautoberfläche abzudichten und verhindert damit den Wasserverlust durch Verdunstung. Gesunde Haut ist dicht und schützt vor Umwelteinflüssen und Feuchtigkeitsverlust.

Haut braucht FeuchtigkeitTrotzdem haben viel von uns mit trockener Haut oder zumindest trockenen Stellen zu kämpfen, warum? Hierfür gibt es etliche Gründe. Zum einen spielen Umwelteinflüsse eine wesentliche Rolle, beispielsweise Hitze, UV-Strahlen, Chlor- und Salzwasser, kalte Luft und stark klimatisierte oder überheizte Räume.

Von Innen her wirken Flüssigkeitszufuhr, Ernährung, Alkoholkonsum, Rauchen, Hormonschwankungen und nicht zuletzt die Psyche auf den Hautzustand. Dazu kommt der natürliche Alterungsprozess der Haut. Je älter wir werden, desto weniger Fett produzieren unsere Talgdrüsen und die Haut wird trockener. Der Hauttyp verändert sich im Laufe der Jahre, so kann die Haut in der Pubertät oder im jungen Erwachsenenalter noch eher fettig sein. Sie kann sich später normalisieren um dann oft in den Wechseljahren zur Trockenheit zu neigen.

Oft spannt und juckt die Haut, wenn sie trocken ist, manchmal schuppt sie sich sogar. Außerdem ist sie anfälliger für Irritationen und Rötungen. Auch Falten machen sich bei einer trockenen Haut schneller bemerkbar, weil die Elastizität unserer Haut durch den Wassermangel nachlässt.

Hochwertige, natürliche Gesichtscremes helfen Mangelerscheinungen zu beseitigen und das natürliche Hautgleichgewicht wieder herzustellen. Im Zusammenspiel mit einer gründlichen aber schonenden Reinigung und anderen Pflegeprodukten wie einem feuchtigkeitsspendenden Toner, einem Gesichtsöl oder einem Gesichtsserum, wird die Haut perfekt unterstützt. Zudem werden Schädigungen durch äußere und innere Einflüsse bekämpft und der vorzeitigen Hautalterung entgegengewirkt.

Josh Rosebrook Gesichtscremes

Geeignete Tages- und Nachtcremes für jeden Hauttyp

Eine umfassende Hautpflege-Routine beinhaltet die Verwendung von guten Tages- und Nachtcremes. Eine passende Tagescreme zu finden, kann bei der Fülle an Produkten jedoch zu einer Herausforderung werden. Wer sich auf die Suche nach einer passenden Creme macht, der sollte auf jeden Fall seinen Hauttyp kennen.

Trockene Haut sollte anders gepflegt werden als Mischhaut und Mischhaut anders als fettige Haut. Wie bereits erwähnt, ist der Aufbau von Gesichtscremes generell sehr ähnlich. Unterschiede liegen jedoch im Mischungsverhältnis der Inhaltsstoffe und welche Fette oder Öle beziehungsweise welche Pflanzenextrakte in der Formulierung verwendet wurden. Mischungsverhältnis und die exakte Auswahl der Inhaltsstoffe bestimmen das ideale Einsatzgebiet einer Gesichtscreme.

Hauttypen Diagramm

Die richtige Gesichtscreme für trockene Haut

Wenn die Haut trocken und gereizt ist, spannt und juckt, brauchen wir einen Feuchtigkeitsschub. Trockene Haut ist in der Regel dünn und feinporig und deshalb sollte die Creme etwas reichhaltiger sein und mehr Fette und Öle enthalten. Wirkstoffe wie Aloe Vera, Sheabutter oder Hyaluronsäure versorgen die Haut intensiv mit Feuchtigkeit. Aber trockene Haut braucht nicht nur Feuchtigkeit sondern auch Fett. Reichhaltige Pflanzenöle wie Mandelöl, Nachtkerzenöl oder Avocadoöl liefern wichtige Lipide und Nährstoffe tief in die Haut, sorgen für eine bessere Hautgesundheit und stellen das Hautgleichgewicht wieder her.

Die richtige Gesichtscreme für fettige Haut

Die Creme für eine eher fettige Haut sollte weniger reichhaltig als eine Creme für trockene Haut sein. Die Talgdrüsen arbeiten hier auf Hochtouren und produzieren mehr als ausreichend Fett. Eine Creme mit einem hohen Fett- oder Ölanteil würde den Hautzustand nicht positiv beeinflussen. Eine leichte Feuchtigkeitscreme mit einem niedrigen Lipidanteil die gleichzeitig ausgleichend auf die Talgproduktion wirkt ist eine gute Wahl. Leichtere Cremes sind teilweise auch als Fluid oder Lotion erkennbar. Alternativ sind Öle und Seren auch sehr gut für fettige Haut geeignet.

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Die richtige Creme für Mischhaut

Die Pflege von Mischhaut ist anspruchsvoll, denn die Gesichtspartien haben unterschiedliche Bedürfnisse. Sind die verschiedenen Hautbilder nicht allzu stark ausgeprägt (also die T-Zone nicht sehr fettig und unrein und die Wangen nicht unangenehm trocken) kann eine leichte feuchtigkeitsspendende Tagescreme durchaus für beide Zonen verwendet werden. Wenn die Creme dazu noch antibakterielle Eigenschaften aufweist, um so besser.

Wenn die Mischhaut stärker ausgeprägt ist, kann eine Kombination aus Creme und Serum oder Öl hilfreich sein. Für die trockenen Wangenpartien kann eine reichhaltigere Feuchtigkeitscreme benutzt werden, während für die Pflege der T-Zone ein Serum (das typischerweise einen hohen Anteil Wasser aufweist) verwendet werden kann. Am besten wiederum mit beruhigenden und antibakteriellen Wirkstoffen, um die zu Unreinheiten neigende Haut bestmöglich zu unterstützen.

Übrigens sind auch Gesichtsöle mit einer leichten, nicht komedogenen Textur hervorragend für Mischhaut geeignet. Empfehlenswert sind beispielsweise Öle aus Jojoba, Traubenkernen, Teebaum oder Schwarzkümmel. Sie wirken antibakteriell und regulieren die Talgproduktion, 

Die wirksame Anti-Aging-Pflege

Reife Haut braucht eine spezielle Pflege und Aufmerksamkeit. Anti-Aging-Cremes sind kein Wundermittel gegen Hautalterung, dennoch können sie helfen, kleine Fältchen und Pigmentflecken zu mildern. Generell ist es ratsam Cremes mit UV-Schutz zu verwenden, sie schützen die Haut vor Freien Radikalen die die Zellen angreifen.

Mit zunehmenden Alter wird Kollagen in geringeren Mengen produziert und die Haut verliert an Elastizität. Vitamine wie Retinol (Vitamin A) oder Vitamin C tragen zur Festigung der Hautstruktur bei und regen das Zellwachstum und die Kollagenproduktion an. Antioxidantien stärken die Zellen gegen Beschädigungen durch UV-Licht, Umwelteinflüsse oder Stress. Die Wirkstoffkonzentration ist in Anti-Aging-Masken oft noch größer als in Cremes, von daher empfiehlt es sich auch regelmäßig Gesichtsmasken zur Stärkung der Hautgesundheit einzusetzen.

Kimberly Sayer Anti Aging Pflege

Die richtige Creme für empfindliche Haut

Empfindliche Haut reagiert sensibler auf äußere Faktoren, da die Hautbarriere durchlässiger ist und äußere Reize leichter eindringen können. Die Haut reagiert schnell mit Irritationen und Rötungen. Sonne, synthetische Duft- und Konservierungsstoffe aber auch ätherische Öle und Stress können sich schnell im Hautbild niederschlagen.

Gereizte Haut beruhigen und die natürliche Hautschutzbarriere dauerhaft stärken, stehen hier im Mittelpunkt. Cremes die speziell für empfindliche Haut konzipiert wurden, enthalten oft beruhigende Wirkstoffe wie Kamille, Calendula, Mandelöl oder Nachtkerzenöl. Wenige Inhaltsstoffe ist oft ein guter Indikator für die Eignung (das gilt vor allem für herkömmliche Kosmetik). Oft ist empfindliche Haut gleichzeitig trocken, deswegen sollte ein Creme für sensible Haut auch immer eine intensive Feuchtigkeitsversorgung gewährleisten.

Was sind BB-Cremes und CC-Cremes?

Der Name BB-Creme ist aus dem Englischen entlehnt und ist die Kurzform für "Blemish Balm" oder "Beauty Balm". Also ein Balsam das die Schönheit fördert und kleine Makel abdeckt. BB-Cremes sind die perfekte Kosmetik für eher unkomplizierte Haut. Sie kombinieren Feuchtigkeitspflege mit einer leichten Pigmentierung und enthalten dazu noch oft einen  UV-Schutz. Eine BB-Creme frischt den Teint auf und unterstützt das natürliche Hautbild mit einer sanften Tönung.

Die Bezeichnung CC-Creme kommt ebenfalls aus dem Englischen und steht für "Colour Correction", also auf deutsch Farb- oder Teintkorrektur. Die CC-Cremes sind den BB-Cremes sehr ähnlich, beide Cremes sind vom Prinzip her getönte Tagescremes. Doch steht Colour Correction für eine stärkerer Deckkraft, die auch deutliche Rötungen und Hyperpigmentierungen überdecken kann. Meist enthält eine CC-Creme auch Anti-Aging Wirkstoffe. Manche Hersteller von CC-Cremes sprechen von einem Beauty Balm der um eine Anti-Aging Wirkung erweitert wurde und über die Deckkraft einer leichten Foundation verfügt.

 

Naturally beautiful - schön natürlich!