Racyne
Racyne ist ein Pariser Parfumhaus von Caroline Pélissier und steht für eine moderne, sehr persönliche Form der französischen Parfümerie. Nach mehreren Jahren in großen Parfumhäusern stellte Pélissier irgendwann fest, dass sie selbst kaum noch Parfum trug. Ihr fehlten Düfte, die sich weniger nach Inszenierung und mehr nach etwas Eigenem anfühlten. Aus diesem Gedanken entstand Racyne: Parfum nicht in erster Linie als Mittel zur Verführung oder als großer Auftritt, sondern als etwas, das man für sich selbst trägt.
Das merkt man den Kompositionen an. Sie haben Charakter, drängen sich aber nicht auf. Grüne Blätter, feuchte Erde, Kräuter, Blüten, Hölzer, Harze und Moschus tauchen immer wieder auf, werden aber sehr unterschiedlich interpretiert. Garden Song erinnert an einen etwas wilden Garten am Morgen, Verdeur an zerdrückte Blätter und feuchte Erde, Quelque Part verbindet warme Haut mit Harz und mineralischen Noten. Santal Ceremony wiederum zeigt Sandelholz trocken, würzig und erstaunlich leicht.
Natur ist bei Racyne weniger romantische Kulisse als etwas, das man riecht, spürt und erinnert: den Geruch von Blättern nach Regen, warme Haut, Holz, Licht oder salzige Luft. Die Düfte wirken dadurch oft sehr unmittelbar – fast so, als hätte man die Situation schon einmal erlebt.
Dabei arbeitet Racyne ganz selbstverständlich mit natürlichen Rohstoffen und moderner Parfumkunst. Die Formulierungen enthalten je nach Duft einen sehr hohen Anteil an Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs – bis zu 95 Prozent – und basieren auf Bio-Weizenalkohol. Die Parfums sind vegan und dermatologisch getestet. Auf BHA, BHT, Phthalate, Parabene, synthetische UV-Filter und künstliche Farbstoffe verzichtet die Marke. Ein Prozent des jährlichen Umsatzes spendet Racyne als Mitglied von 1% for the Planet für den Schutz von Wäldern und Biodiversität.
Was uns an Racyne besonders gefällt, ist diese Mischung aus französischer Eleganz und einer gewissen Ungezwungenheit. Die Düfte sind fein komponiert und haben Persönlichkeit, wirken dabei aber nie überladen oder demonstrativ exklusiv. Sie sind besonders, ohne sich wichtig zu nehmen – angenehm und selbstverständlich zu tragen.